Im Rahmen des Projekts wird ein europäisches Weiterbildungsprogramm entwickelt, das den Ausbau von

a) Kompetenzen bei der Lehrerschaft zur Schreib- und Leseentwicklung bzw. -förderung begleitet;

b) auf der Grundlage von Punkt a) den Aufbau von schulischen Schreib- und Lesezentren anregt und anleitet.

Beide Schritte im Zusammenspiel sollen dazu beitragen, Schreib- und Lesekompetenz von Schülerinnen und Schülern fächerübergreifend und im Rahmen eines ganzheitlichen Sprachenkonzepts zu fördern und diese Förderung nachhaltig in der Schulentwicklung zu verankern.

Sie können auf dieser Seite die nachfolgenden Informationen aufrufen:

 

 

 

Jürgen Feist, Oberstudienrat
Leiter des Lese-Schreib-Zentrums am KGN ,
Beauftragter des Projekts Comenius

 

Comenius-Projekt 2009 – 2011 am Kopernikus-Gymnasium

Das Kopernikus-Gymnasium Neubeckum hatte sich im Jahre 2009 erfolgreich um die Teilnahme an dem Comenius-Projekt ‚LenS‘ der EU-Gemeinschaft 2009/2011 beworben. Kooperationspartner in diesem europaweiten Projekt sind für das KGN Schulen in Nijmegen (Niederlande), Bozen (Italien) und Belfast (Irland).

 

Kurzbeschreibung des Projekts ‚LenS‘

(LenS-Forschungsprojekt - Reading and Writing through the Looking Glass towards a Multidisciplinary Strategy in Reading and Writing)

Dass unsere Schule zu einer ‚richtigen‘ Comenius-Schule geworden ist und an dem Comenius-Projekt LenS teilnehmen darf, ist das Ergebnis einer lockeren Gesprächsrunde auf einer Terasse des ‚Waldhofs’ in Freiburg, in dem die Abschlussveranstaltung des Comenius-Projekts ‚scriptorium‘ anlässlich einer Konferenz europäischer Schreib- und Lesenzentren (EWCA) stattgefunden hat. Alle Teilnehmer hatten den Eindruck, dass es jetzt erst mit der eigentlichen praktischen Umsetzung der in dem scriptorium-Projekt entstandenen Konzepte und Ideen losgehen müsste. Leider haben am Ende nicht alle scriptorium-Partnerländer einer solchen Weiterführung zugestimmt, dennoch ist das neue Projekt nach einer aufregend knappen Zeit der Vorbereitung und nach einem per E-Mail-Kontakt ausgehandelten gemeinsamen Antrag an die EU, die unserem Vorhaben schließlich zugestimmt hat, zustande gekommen.

Das Projekt ‚LenS‘ (d.h. Lees- en Schrijfcentrum oder ‚Lese- und Schreibzentrum‘) ist eine Konsequenz aus der gemeinsamen Teilnahme der Partnerschulen an dem Comenius-Projekt ‚scriptorium‘, in dem es um die Möglichkeiten und die Gründung von schulischen Schreib- und Lesezentren geht und in dem Ausbildungsmodule (für die Lehreraus- und –weiterbildung) für die wesentlichen Bereiche von Schreiben und Lesen entwickelt worden sind (http://www.scriptorium-project.org/). Dabei wurden unterschiedliche Ansätze in der Methodik und Praxis der beteiligten Institutionen deutlich, meist entstanden in den konkreten Kontexten der jeweiligen Schulen, aber dennoch – unter Berücksichtigung der länderspezifischen Differenzen – durchaus verallgemeinerbar und auch auf Schulen anderer Nationalitäten übertragbar.

 

LenS hat eine fächerübergreifende Verbesserung der Lese- und Schreibfähigkeit zum Ziel.

 

Wesentliche Themen sind dabei

 

o   der Austausch und die Erprobung didaktischer Techniken von Peer- und Cross-tutoring,

o   die Ausbildung von Schülerinnen und Schüler zu Schreibtutoren,

o   ‚language across the curriculum‘ (Sprachförderung über Fächergrenzen hinweg),

o   Integration außerschulischer Aktivitäten wie Schulzeitung und Video-Journal.

Die zentralen Ziele lauten:

 

o   Austausch von Informationen über unterschiedliche Schulsysteme, curriculare Praxis und Theorie,

o   Austausch und Entwicklung von Ideen zur Schreib- und Lesedidaktik,

o   Workshops zur Ausbildung von Schreib- und Lesetutoren,

o   Lehrer und Schüler mit unterschiedlichen Zugängen in der Schreib- und Lesedidaktik vertraut zu machen,

o   Teilnahme am Schulleben der Partner, Erleben und Kennenlernen unterschiedlicher Schulkulturen,

o   einen dauerhaften und fruchtbaren Kontakt zwischen den beteiligten Schulen etablieren,

o   Austausch darüber, wie in den jeweiligen schulischen Kontexten Schüler und Schülerinnen dabei unterstützt werden, eine aktive Rolle in ihrem eigenen Lernprozess zu spielen,

o   Sensibilisierung für die eigene nationale Identität innerhalb eines zusammenwachsenden Europas.

 

Durch Treffen in den Partnerländern können die teilnehmenden Schülerinnen, Schüler und Lehrer/innen teilnehmend und beobachtend gemeinsam voneinander lernen. Eine für dieses Projekt eingerichtete Internetseite (https://www.montiplaza.nl/) sichert die Kommunikation zwischen den Treffen und erlaubt den Austausch von Ideen.

Erste Ergebnisse unserer gemeinsamen Treffen sind schon im Internet zu bewundern. So ist während eines Treffens in Nijmegen innerhalb kürzester Zeit ein Journal entstanden, das man unter folgender Adresse ansehen und durchlesen kann (einige Fehler sind dem Prozesscharakter, der enormen Kürze der zur Verfügung stehenden Zeit und der Tatsache geschuldet, dass sich die Teilnehmerinnen oft in einer ihnen fremden Sprache formuliert haben):

http://portal.schoolmagazine.nl/online/Montessori%20College%20Nijmegen%20-%20Kwakkenbergwerg/2009-2010/5

Auch die Ergebnisse unseres zweiten Treffens in Bozen (Italien) können sich sehen lassen. Sie sind unter folgender Adresse veröffentlicht:  http://comeniusrgbz.wordpress.com/.

Schon jetzt können wir beteiligten Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer feststellen, dass Europa für uns deutlich konkreter und fassbarer geworden ist. Die Kontakte mit unseren europäischen Freunden werden sicher auch nach - hoffentlich erfolgreicher - Durchführung des Projekts nicht abreißen. Es sieht jedenfalls ganz danach aus, denn zur Veranstaltung im Januar des kommenden Jahres, die an unserer Schule stattfindet, haben sich neben den offiziellen Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch einige Familienangehörige der Beteiligten angemeldet, die –natürlich auf eigene Kosten – diese Gelegenheit wahrnehmen möchten, die neuen Kontakte weiter zu vertiefen. Auch wenn Frau Michelswirth – die inzwischen die organisatorische Arbeit zusammen mit Kord Folkers weitgehend von mir übernommen hat – dadurch vor große logistische Probleme gestellt worden ist, freuen wir uns darüber, dass die europäische Idee, auf diese sehr konkrete Weise immer weiter vorangetrieben wird.

Neubeckum, den 201.12.2010,                                                                Jürgen Feist

Aufenthalt in Newcastle'
'Programm für Comenius-Veranstaltung am KGN vom 16.- 22.01.2011'