Neubeckum (himm). Auf der Basis der landesweiten Kampagne ÔÇ×Schule der Zukunft ÔÇô Bildung f├╝r NachhaltigkeitÔÇť sind in Neubeckum das Kopernikus-Gymnasium und die Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule Kooperationspartner geworden.

Gestern verbrachten zw├Âlf sogenannte Medienscouts des Gymnasiums, sie sind im Alter zwischen 14 und 16 Jahren, einen ganzen Schultag mit den Viertkl├Ąsslern der Grundschule.

Die Grunds├Ątze f├╝r einen verantwortungsbewussten Umgang mit Messengern wie Whatsapp war Thema des Projekttags. Und die Klassenlehrer durften sich ausnahmsweise mal ausruhen. Denn nun schl├╝pften die mit Medienkompetenz ausgestatteten Kopernikaner auf Augenh├Âhe in die Rolle der P├Ądagogen.

F├╝nf selbstvorbereitete Unterrichtseinheiten wurden in Form eines Stationen-Rundlaufs abgearbeitet. Man stellte Regeln auf, wie etwa die, keine unerw├╝nschten Nachrichten (Spams) zu verschicken, nicht mit Fremden zu kommunizieren, nicht beleidigend zu schreiben und keinen Klassenkameraden aus der Sch├╝lergruppe auszuschlie├čen.

Das sogenannte Peer-Teaching, also die spezielle Form der Wissensvermittlung von Sch├╝lern an Sch├╝ler, sei eine sehr erfolgreiche Methode, bei der gleichzeitig ├╝bertragbare Sozialkompetenzen vermittelt w├╝rden, erkl├Ąrte Matthias Messing, Lehrer des Kopernikus-Gymnasiums, im Gespr├Ąch mit der ÔÇ×GlockeÔÇť.

Dass man schon so fr├╝h Pr├Ąventivma├čnahmen im Umgang mit den Medien ergreife, begr├╝ndete die Leiterin der Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule, Monika Thiemann, damit, dass Kinder immer fr├╝her in den Besitz von Handys gelangten und damit auch den entsprechenden Gefahren ausgesetzt seien.

Wenn man dann pl├Âtzlich an die hundert K├Ąrtchen nach wichtigen Informationen und sogenannten Spams sortieren m├╝sse, begreife auch der letzte Sch├╝ler, wie nervig das ist, f├╝hrte Thiemann weiter aus.

Gleiches gilt f├╝r das Spiel in der Gruppe, das st├Ąndig von Mitgliedern gest├Ârt wird, die sich eingeschlichen haben. Da war es schon wichtig, zu erfahren, dass der Administrator solche Nutzer l├Âschen kann.

Am Ende trugen die Klassen alle gesammelten Erkenntnisse zusammen und unterschrieben den gemeinsam aufgesetzten Vertrag bereitwillig.


Was passiert, wenn man ausgeschlossen wird, erarbeiteten (v. l.) Sinina, Sarah, die Medienscouts Niklas Schulte und Justin Boakye sowie Ibrahim und Alicia. Bild: Himmel


Die Glocke | Beckum | 09.05.2017 | Seite 17