„Macarena“-Tanz und Polonaise während der Pause auf dem Schulhof und im Foyer – ein eindeutiger Fall: Die Mottowoche ist in vollem Gange.

 

 

Auch die 130 Abiturienten des Albertus-Magnus-Gymnasiums (AMG) feierten ihre letzten Schultage bunt kostümiert und gut gelaunt. „Wir genießen es, als Stufe nochmal zusammen zu sein. Das ist ein krönender Abschluss für uns“, findet Abiturientin Lisa Heinrichs. Auch der Verkleidungsaspekt spiele eine Rolle, meint Mitschülerin Carola Feldmann: „Es ist cool, aufzufallen.“ Die letzten gemeinsamen Schultage feierten die AMG-Abiturienten traditionsgemäß mit einer fünftägigen Mottowoche vor den Osterferien. Ganz entspannt im Schlafanzug ging es am Montag in die Schule. Dienstag waren die Kindheitshelden an der Reihe. Mittwoch stand ein Geschlechtertausch an. Donnerstag duellierten sich Glamour und Penner. Und gestern wurde das Schulgelände von i-Männchen bevölkert.

Auch bei den 72 Schülern des zwölften Jahrgangs am Kopernikus-Gymnasium Neubeckum (KGN) ging in den vergangenen Tagen die Post ab. Die KGN-Abiturienten hatten „Abicetamol – und der Schmerz hat ein Ende“ als ihr Abimotto ausgewählt. Am Montag betraten sie als Helden der Kindheit verkleidet die Schule. Der Dienstag stand unter dem Motto „Asitach“, Mittwoch drehte sich alles um „Anonymus“ und bunte Gestalten waren am Donnerstag unter dem Motto „Subkulturen“ auf dem Schulgelände zu finden. Gestern endete die Mottowoche am KGN dann mit einem Chaostag.

Mottowochen sind nicht unumstritten. Von einem Verbot wie in Moers ist man in Beckum aber weit entfernt. AMG-Schulleiter Dr. Juri Rolf zeigte sich am Freitag äußerst zufrieden mit seinen Abiturienten. „Die Mottowoche ist eine weitestgehend sympathische Veranstaltung. Ich bin sehr froh darüber, dass sie hier so friedlich abläuft. Die Schüler lernen mit den Jahren zu feiern, ohne dass es in Exzessen ausartet“, fasste Rolf zusammen. Jetzt heißt es: Lernendspurt. Die Prüfungen starten am 25. April.

Die Glocke | Beckum | 08.04.2017 | Seite 17