Neubeckum (gl). Wer genau hinschaute, konnte kürzlich Gruppen von Schülern auf dem Weg zur Pfarrkirche St. Joseph sehen. Ziel war ein ganz besonderer Schulgottesdienst, der von den Jahrgangstufen 9, EF und Q1 vorbereitet worden war. Anlass war die Religiöse Schulwoche am Kopernikus-Gymnasium (KGN).

Religiöse Schulwochen finden in Westfalen seit mehr als 60 Jahren statt und werden in ökumenischer Kooperation von der Abteilung „Schulpastoral“ im Generalvikariat Münster und dem Dienst an den Schulen der Evangelischen Kirche von Westfalen veranstaltet. Zum wiederholten Mal war nun das Team in Neubeckum und bot in zwei Schulstunden pro Tag Gesprächsgruppen an, die vor allem um die Themen Zukunft, Gemeinschaft, Freundschaft, Träume und Wünsche kreisten. „Ich habe meine Mitschüler in dieser Woche ganz anders kennengelernt. Es ging um Themen, die wir sonst so nicht besprechen, und es ist schade, dass wir nur eine Woche Zeit dafür hatten“, so die Meinung einer Schülerin des elften Jahrgangs. Dabei wurde nicht nur geredet und diskutiert, sondern viele Dinge wurden auch ausprobiert.

Für den Gottesdienst hatte dann jede Gruppe ein Symbol mitgebracht wie zum Beispiel ein Herz, ein selbstgezeichnetes Porträt, eine Lupe, einen Pfeil oder eine Tafel Schokolade, die in der Gruppe täglich geteilt wurde. Neben dem Inhaltlichen waren die Schüler aber auch für die musikalische Gestaltung des Gottesdiensts verantwortlich.

Im Anschluss fand ein Bilanzgespräch statt, das von Patrick Schoden vom Team der Religiösen Schulwoche geleitet wurde und in dem es viel Lob für ihn und seine Mitarbeiter gab. So wird es wohl nicht die letzte Religiöse Schulwoche am Kopernikus-Gymnasium gewesen sein.

Die Glocke | Beckum | 06.03.2017 | Seite 8