Der Arbeitskreis Astronomie des KGN tagt am Dienstag, den 13.12.05 um 18Uhr. Das Standardthema des Abends zu dieser Jahreszeit ist der Winterhimmel. Das besondere Thema wird die Verlagerung der Erdachse über die Jahrhunderte (Präzession) auch aus archäologischer Sicht sein.

Venus und Mars sind am Abendhimmel zu sehen, im Wintersechseck der "Orion", und der Mond ist zwei Tage später voll. Das besondere Thema des Abends wird die Verlagerung der Erdachse über die Jahrhunderte (Präzession) auch aus archäologischer Sicht sein. Die Anziehungskräfte von Sonne und Mond bewirken eine kreisförmige Bewegung der Erdachse wie bei einem Kreisel. Die Gravitation bedingt eine Verschiebung der Erdachse um ca. 1 Grad pro Jahrhundert. Das hat zur Folge, dass die Sterne heute woanders zu stehen scheinen als in früheren Jahrhunderten. Vor 4500 Jahren war z.B. die Cheops-Pyramide von Gizeh noch auf das Sternbild des Gottes "Osiris" (seit der griechisch - römischen Antike bis heute "Orion") ausgerichtet und absichtsvoll so gebaut worden und ebenso das Steinkistengrab in Beckum - Dalmer offensichtlich ursprünglich in einer besonderen astronomischen Richtlage gebaut. Auch die astrologischen Sternbilder stehen heute längst nicht mehr da, wo sie laut Wahrsagerei eigentlich stehen sollten. Es werden astronomisch - archäologische Überlegungen angestellt und die Veränderungen am Firmament verdeutlicht. Referent des Abends ist Oberstudienrat Jürgen Köllner. Bei klarem Wetter ist die Sternwarte geöffnet. Gäste sind willkommen.

Sigfrid Krebs