Wie hei├čt sie nur, die an der Nordsee gelegene franz├Âsische Gro├čstadt mit dem Anfagsbuchstaben "L"? Eine knifflige Aufgabe f├╝r die Sch├╝ler des Neubeckumer Kopernikus-Gymnasiums.

Michael Alati von der Robert-Bosch-Stiftung lie├č die Elftkl├Ąssler nicht lange zappeln. Hinter den f├╝nf Buchstaben verbirgt sich die Stadt Lilli. Das nicht weit entfernt liegende Valenciennes, die Heimatstadt des 26-J├Ąhrigen, stand nicht auf seiner handgemalten Karte an der Tafel - so gro├č ist der Ort dann doch nicht. Paris, Marseille und Lyon waren da schon leichter zu finden. Und bei Toulouse diente der Airbus A380 als Eselsbr├╝cke.

Das Auto, mit dem der Referent anreiste, parkte er gestern direkt auf dem Schulhof: Eines von 13 "France-Mobilen", mit denen die Stipendiaten Schulen in ganz Deutschland ansteuern, um ihnen die Sprache des Nachbarlandes n├Ąher zu bringen. Parallel dazu sind "Deutsch-Mobile" in Frankriech unterwegs.  "Ich habe im Internet davon gelesen", berichtet Franz├Âsischlehrerein Vera Vollmer. Dank ihrer Initiative kamen auch die Neubeckumer in den Genuss des andersartigen Fremdsprachen-Unterrichts.

Neben der Landeskunde stand vor allem Spa├č im Vordergrund: So f├╝hrte eine Klasse zusammen mit dem Gast ein Theaterst├╝ck auf, andere weiderum f├╝hrten franz├Âsische Konversation. M├Âglichkeiten, die Neubeckumer spielerisch in seine Heimatsprache einzuf├╝hren, hatte Michael Alati genug.

Text: Mirco Borgmann (Die Glocke, Beckum)