Am Mittwoch, den 18. Februar 2004 sind wir, die Klasse 9a des Neubeckumer Kopernikus-Gymnasiums, mit unserer Deutschlehrerin, Frau Jarchau, ins Theater nach Lippstadt gefahren, auch hatten sich einige Eltern bereit erklärt uns zu begleiten. Wir haben uns das Stück „Stones“ angesehen...
In dem Stück gibt es nur zwei Schauspieler. Sie haben alle Personen des Stückes verkörpert: die beiden Jungen (die Hauptpersonen), Verwandte der Jungen, die Polizisten und Anwälte. Die Schauspieler haben alle Geräusche selbst gemacht. Die Kulisse bestand aus zwei Holzböcken und einer Leiter. Das Geschehen spielte an verschiedenen Orten. Die wenigen Requisiten wurden jeweils dafür umgestellt, z.B. für eine Brücke, von der die Jungen Steine geworfen haben, oder für einen Gerichtssaal, in dem später das Urteil verkündet wurde.
 
„Stones“ basiert auf einer wahren Begebenheit, die sich im Jahre 1994 in der Nähe von Melbourne ereignet hat. Das Stück handelt von zwei Jungen im Alter von 14 und 15 Jahren, die den Drang hatten, etwas Spannendes zu machen und bereits schon vorher schon kriminelle Dinge getan haben, wie zum Beispiel in eine Lagerhalle einzubrechen und von einem Jaguar die Jaguar-Kühler-figur abzubrechen. Schließlich kamen sie auf die Idee, Steine von einer Brücke zu werfen. Ihre Absicht war Autos zu treffen, dabei haben sie sich gegenseitig animiert. Erst haben sie nicht getroffen, doch der letzte Stein, den der 14-jährige geworfen hatte, durchschlug die Windschutzscheibe eines vorbeifahrenden Autos und tötete den Fahrer.
 
Die beiden Jungen flohen daraufhin nach Hause. Der 14-jährige konnte die ganze Nacht nicht schlafen, weil er darüber nachdachte, was er getan hatte. Ihm wurde klar, dass er einen Menschen getötet hatte. Bald hält er es nicht mehr aus und gesteht alles seiner Mutter. Sie rät ihm ein Geständnis abzulegen. Nun geht er zur Polizei und erzählt dort, was passiert ist. Er und sein Freund müssen in U-Haft. Die Mutter des 14-jährigen bezahlt die Kaution und er kann nach Hause gehen. Er kann bis zu Verhandlung frei sein, der 15-jährige jedoch muss warten, bis auch seine Mutter endlich die Kaution bezahlen kann.
 
Einige Monate später findet die Gerichtsverhandlung statt. Die Jungen werden unerwartet frei gesprochen. Der 15-jährige ist froh und kann es kaum fassen, doch der 14-jährige freut sich nicht, seiner Meinung nach ist er schuldig, denn er hat einen Menschen getötet. Nach der Verhandlung geht der 14-jährige zur Brücke, wo alles geschah, er plant sich umzubringen, indem er von der Brücke springt. Doch er kann es nicht. So endete dieses Stück.
 
Wir fanden das Stück „Stones“ interessant, da es beiden Schauspielern gut gelungen ist die verschiedenen Charaktere darzustellen. Dadurch wurde das Stück nicht langweilig. Es war auch gut, dass die beiden alle Geräusche selbst erzeugt und zwischendurch auf der Gitarre gespielt haben.
 
Trotz der wenigen Requisiten konnte man sich die verschiedenen Schauplätze gut vorstellen. Dieses wurde durch die treffende Pantomime der Schauspieler noch verstärkt.
 
Lisa Strauhal, Mona Bosse, 9a
Schuljahr 2003/2004