Der Projekttag fand wie geplant am 4.5.2005 statt und, wie auch in vielen anderen Schulaktionen der letzten Monate, war auch diesmal das Hauptthema "Schule ohne Gewalt". Hierbei konzentrierte sich die Klasse überwiegend auf das durch den Geschichtsunterricht eingeleitete Unterthema "Das Lied der Deutschen" mit der historischen Leitfrage, wie zeitgemäß es sei.
Die Klasse teilte sich in einer Vorbereitungsstunde in einzelne Gruppen auf, die jeweils einen Arbeitsauftrag des Projekttages erhielten, um so weitere kleinere Unterthemen erledigen zu können. Diese Themen bestanden aus Collagearbeiten wie "berühmte deutsche Physiker" oder "typisch deutsch" und Vorträgen, die mit dem jeweiligen Fachlehrer erarbeitet werden sollten, z. B. Biografie eines Physikers (Albert Einstein als deutscher Physiker?), Französische Nationalhymne, Nationalhymne Englands bzw. Irlands.
 
Pünktlich um 8:00 Uhr begann schließlich nach dieser Vorbereitungszeit der Projekttag. Die Klasse hatte sich im SLZ der Schule versammelt, um in der ersten Stunde von Herrn Krebs und Herrn Köllner empfangen zu werden. Nachdem jeder Schüler seinen Platz im Raum gefunden hatte, begann auch schon eine Diskussion über "Das Lied der Deutschen" mit einer Zeitungsmeldung. Dabei stellte Herr Krebs uns einen Stapel Bildzeitungen zur Verfügung, in denen wir den provozierenden Titel dieser Ausgabe "Wir sind Papst!" (Benedikt XVI.) mit unserem Thema vergleichen konnten. So entstanden schließlich viele Zusammenhänge und Thesen zu den ersten beiden Strophen der deutschen Nationalhymne, die, wie der fragwürdige Titel der Bildzeitung heute, in der Mitte des 19. Jahrhunderts als Lobeshymne ohne Aggressivität den Stolz des deutschen Volkes auf Deutschland wiedergeben soll. In der zweiten Stunde berichtete Herr Köllner der Klasse einiges über die wichtigsten industriellen Unternehmen Deutschlands wie Siemens, Thyssen Krupp und Bayer und ihr Wachsen und auch gefährliches Wirken in der Geschichte.
 
In den darauf folgenden drei Stunden begann die Klasse sich in die vorher abgesprochenen Gruppen einzuteilen, um ihr jeweils gewähltes Unterthema zu erarbeiten. Anschließend wurden die Ergebnisse Klasse präsentiert. Hierbei wurden unter anderem die beiden Collagen - ganz witzig gelungen: "typisch deutsch" - vorgestellt, die Kurzreferate über die französische Nationalhymne, ein Kampflied, und die englische, eine Huldigungshymne an die Monarchie, sowie eine Biografie über Albert Einstein vorgetragen, der in Ulm geboren wurde und, als Jude, das antisemitische Deutschland 1933 verlassen hat.
Alles in allem war der Projekttag gut gelungen und brachte viele neue Erkenntnisse über Deutschland und auch über die Nationalhymnen einiger anderer Länder.
 
Mike Czech, 9b
Schuljahr 2004/2005, 2. Halbjahr