Rahmenkonzept Individuelle Förderung am KGN


Das Rahmenkonzept Individuelle Förderung mit seinen vielfältigen Maßnahmen (vgl. Übersicht) begleitet unsere Schülerinnen und Schüle durch einen engmaschig vernetzten Förderkreislauf während ihrer gesamten Schullaufbahn am KGN und darüber hinaus bei ihren ersten Schritten ins Berufsleben.

Die Förderung am KGN setzt bereits mit Beginn der Förderstufe ein und berücksichtigt die unterschiedlichen Lernvoraussetzungen der Schülerinnen und Schüler, die zu uns kommen. Mädchen und Jungen werden kontinuierlich während der gesamten Schulzeit in ihren kognitiven Fähigkeiten wie auch in ihren fachübergreifenden Kompetenzen gefördert. Die Lernbiographien werden sowohl innerhalb der Schule als auch bei Übergängen zwischen verschiedenen Schulformen bruchlos gestaltet. Die Begabungsförderung berücksichtigt die Vorkenntnisse, die Sprachherkunft und den kulturellen Hintergrund der Schülerinnen und Schüler, die zu uns kommen.

Angesichts der Anforderungen einer sich permanent wandelnden, globalisierten Welt und damit einhergehender, ständig steigender Anforderungen an den Einzelnen, sich bei der Gestaltung einer komplexen Lebensumwelt einzubringen, gilt es den einzelnen Schüler und die einzelne Schülerin darauf vorzubereiten die eigenen Stärken individuell ausbauen zu können sowie durch gezielte Förderung die eigenen Schwächen an die Anforderungen der zentralen und teilzentralen Prüfungen anpassen zu können.
Neben dem Erwerb von Fähigkeiten und Kompetenzen für das erfolgreiche Bestehen der Schulabschlüsse steht die Entwicklung der individuellen Persönlichkeit im Mittelpunkt, damit sich unsere Schülerinnen und Schüler am Auf- und Umbau einer zunehmend menschlicheren Welt einbringen können und durch die Entwicklung sozialer Kompetenzen zu einer gemeinschaftlichen Lösung der gesellschaftlichen Anforderungen beitragen können, für deren erfolgreiche Bewältigung die Bedürfnisse des Einzelnen mit den Erfordernissen der Gemeinschaft in Einklang gebracht werden müssen.

Dabei sind die Ziele aller Maßnahmen dieses Förderkreislaufes,

  • die Gerechtigkeit bei der angestrebten Chancengleichheit aller am Bildungssystem Beteiligten auszubauen,
  • den Erfolg beim Erwerb von schulischen Abschlüssen von der Herkunft der Schülerinnen und Schüler abzukoppeln,
  • allen Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zu geben das Klassenziel erreichen zu können,
  • die Selbstentfaltung der individuellen Persönlichkeit zu unterstützen
  • die Durchlässigkeit des Schulsystems nach oben zu erhöhen
  • sowie die Beteiligung der Schülerinnen und Schüler an der Gestaltung ihrer eigenen Lernbiographie zu erhöhen.

 

Schaffung von Grundlagen


Die Schaffung von Grundlagen erfolgt mit dem Eintritt in die Erprobungsstufe oder in die Einführungsphase der Oberstufe durch schüler- wie lehrergestützte Lernbeobachtung und Diagnose von Kompetenzen als Grundlage für die weitere Arbeit. Die Einführung des Methodenkonzeptes „Lernen lernen“ und  des „Lions Quest“ – Programms sowie die Entwicklung von EVA (= eigenverantwortlichem Arbeiten) werden begleitet durch die Medienerziehung. Konzepte für die Persönlichkeitsentwicklung im Bereich der Werteerziehung (u.a. Konzept Soziale Verantwortung übernehmen) sowie vielfältige Angebote im Bereich der Gesundheitserziehung flankieren die Maßnahmen der unterrichtlichen Förderung.


Umgang mit der Vielfalt unterschiedlicher Lernbiographien


Die Vielfalt der unterschiedlichen Lernbiographien wird individuell gefördert auf den Ebenen des Fachunterrichts, des Förderunterrichtes (Ergänzungsstunden), der Übermittag- und Nachmittagbetreuung (Hausaufgabenhilfe, Förderbörse, AG.s), im Musikzweig, im Bereich des Sprachenkonzeptes und der Naturwissenschaften (Jugend forscht) und Informatik (Roboter-AG, CAD-AG). Dabei spielen das SLZ (= Schreib-Lese- und Selbstlern-Zentrum), das Fremdsprachenzentrum sowie die vier zentralen ProWaTage (= Projekt- und Wandertage) eine zentrale Rolle bei der Initiierung und Bündelung der Förderprozesse des Förderkreislaufes.


Übergänge und Lernbiographien bruchlos gestalten


Die Übergänge zwischen den einzelnen Phasen der individuellen Lernbiographien werden bruchlos gestaltet durch ein engmaschig vernetztes Beratungsnetz im fachlichen, überfachlichen und psychosozialen Bereich mit ausgebildeten Beratungslehrern, ein intensives Konferenz- und Rückmeldesystem für den Fachunterricht, intensive Elternarbeit mit Informationsabenden, Beratungsangeboten und Elterntraining durch interne und externe Fachkräfte sowie durch eine explizite Öffnung zur Berufswelt mit Veranstaltungen im betrieblichen und universitären Umfeld. Ein Beratungsportfolio für die Begleitung und den Nachweis über die in Anspruch genommene Beratung im Laufe der Schullaufbahn mit Möglichkeiten der Selbstreflexion und –evaluation ist in Vorbereitung.


Überprüfung der Wirksamkeit der Maßnahmen des Förderkreislaufes


Die Überprüfung der Wirksamkeit der Maßnahmen des Förderkreislaufes erfolgt  durch Dokumentation und Evaluation der Förder- und Beratungsmaßnahmen, die Fortbildung der Lehrerinnen und Lehrer, Schaffung neuer organisatorischer Strukturen, Entwicklung einer neuen Kommunikationskultur zur Vernetzung der am Förderkreislauf beteiligten SchülerInnen, Eltern und LehrerInnen sowie durch Konzeptarbeit und Schulentwicklung.

Konzept zur Förderung der deutschen Sprache für (neu zugewanderte) Schülerinnen und Schüler