MEDIENSCOUTS

Das Mediennutzungsverhalten von Kindern und Jugendlichen hat sich in den vergangenen zehn Jahren grundlegend gewandelt. Heute ist der gr├Â├čte Teil der Ju┬şgendlichen mehrmals t├Ąglich online. Dem Aspekt Kommunikation kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. In diesem Feld ist die Medienkompetenz des Einzelnen besonders wichtig geworden.

An dieser Stelle setzt das Konzept Medienscouts an.

Bei der Ausbildung zum Medienscout erweitern Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler ihre eigene Medienkompetenz und entsprechendes Wissen, Handlungsm├Âglichkeiten sowie Reflexionsverm├Âgen f├╝r einen sicheren, kreativen, verantwortungsvollen und selbstbestimmten Medienumgang. Durch die Vermittlung dieser Aspekte an gleichaltrige Mitsch├╝lerinnen und Mitsch├╝ler soll zudem die Sozialkompetenz der Medienscouts gef├Ârdert werden.

Ein wichtiges Prinzip, was die Arbeit charakterisiert, ist: Jugendliche und Erwachsene arbeiten gemeinsam. Die klassische Rollenverteilung zwischen Lehrenden und Lernenden wird hier aufgehoben. So k├Ânnen die Lehrkr├Ąfte zum einen direktere Einblicke in die Medienwelt der Jugendlichen nehmen und die Potenziale und die Relevanz digitaler Medien f├╝r den Alltag von Jugendlichen erleben und verstehen, und zum anderen die Jugendlichen nach dem Peer-teaching Ansatz selbstbestimmt arbeiten. Die Jugendlichen werden als Expertinnen und Experten ernst genommen, da sie in vielen Bereichen Wissensvorspr├╝nge gegen├╝ber den Erwachsenen haben und neben den Problemen und Risiken im Umgang mit Internet, Facebook und Co. auch gute Gr├╝nde f├╝r deren Nutzung in die Diskussionen einbringen k├Ânnen.

Die Medienscouts sind zurzeit 12 Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler aus den Jahrgangsstufen 8 bis EF (10), die selbst als ReferentInnen und AnsprechpartnerInnen bei medienbezogenen Fragen und Problemen dienen.

Da die Medienscouts selbst noch Heranwachsende sind, bedarf es einer R├╝ckfallposition. Das ist momentan Herr Messing, der mit den Sch├╝lerInnen zusammen die Ausbildung durchlaufen hat.

 

Die Medienscouts erf├╝llen im Wesentlichen zwei Aufgaben:

1) Pr├Ąvention

Die Informationsangebote der Medienscouts helfen Mitsch├╝lerinnen und Mit┬şsch├╝lern, einen sicheren und verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien zu erlernen und dabei die Rechte und die Pers├Ânlichkeit anderer zu respektieren. Dadurch, dass die Probleme angesprochen, Gefahren thematisiert und sichere Verhaltensweisen aufgezeigt werden, k├Ânnen viele Konflikte aus der Welt geschafft werden, bevor sie ├╝berhaupt entstehen.

2) Beratung bei Problemen

Sollte es dennoch einmal zu Problemen etwa mit Urheberrechten oder mit pers├Ânli┬şchen Daten kommen, oder sollten F├Ąlle von Beleidigungen und ├╝bler Nachrede in so┬şzialen Netzwerken auftreten, k├Ânnen die Medienscouts Hilfestellung geben, wie mit der Situation umzugehen ist. Dabei ist es aber auch wichtig, dass sie gelernt haben, ihre eigenen Grenzen einzusch├Ątzen. Sie m├╝ssen abw├Ągen, wann eine Straftat vor┬şliegt oder wann aus einer ÔÇ×einfachenÔÇť Beleidigung Cybermobbing wird. Dann haben sie in den Beratungslehrerinnen und Beratungslehrern Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner, die weiterhelfen k├Ânnen oder wissen, an welche Anlaufstellen sie sich wenden k├Ânnen.

 

 Quellen & weitere Informationen unter: http://www.medienscouts-nrw.de

(Stand: 15.12.2016)